Legionellen-Analyse

Bei unserem Legionellentest prüfen wir eine Wasserprobe auf das Vorhandensein von Legionellen. Die Untersuchung führen wir nach der Empfehlung des Umweltbundesamts (Nachweis von Legionellen in Trinkwasser und Badebeckenwasser) durch, veröffentlicht im Bundesgesundheitsblatt 2000-43:911-915.


Einleitung

Legionellen stellen eine Gruppe von Bakterien dar, die natürlicherweise in sehr vielen Süßwassersystemen vorkommen und dort im Allgemeinen keine Probleme verursachen. Bedeutsam sind die Keime hinsichtlich zweier Aspekte, nämlich dem Wunsch der modernen Menschen nach mehr Komfort und der steigenden Anzahl von Menschen, die anfällig sind für opportunistische Infektionen.


Vorkommen

Legionellen kommen überall in der Natur in geringen Konzentrationen vor. Sie leben in natürlichen und künstlichen Feuchtzonen: Fleißgewässer, stehendes Wasser, Abwasser, Thermalwässer, Leitungen von Trinkwasser, Wasserhähnen, Duschköpfen, Kühleinrichtungen, Verdampfergeräten, Luftbefeuchtern, Whirlpools, Badebecken, Schwimmhallen, Boilern, etc. Die Besonderheit der Bakterien liegt in ihrer Fähigkeit höheren Temperaturen zu widerstehen, bzw. sich gerade bei hohen Temperaturen, bis ca. 60°C, optimal zu vermehren. Hieraus ergibt sich ein Selektionsvorteil, der beim Fehlen einer sonst üblichen Bakterienbesiedlung zu einer starken Vermehrung der Keime führen kann, bei der ein Gesundheitsrisiko nicht mehr auszuschließen ist.
Besonders größere und verzweigte Warmwasser-Versorgungsanlagen, z.B. in Krankenhäusern, Altenheimen und Mietshäusern können befallen sein. Daneben aber auch Einfamilienhäusern mit zentraler Wasserversorgung, besonders bei älteren Installationen.


Gesundheitliche Gefahren

Legionellen sind in der Lage, sich in Einzellern, Protozoen, z.B. Amöben und menschlichen Makrophagen (Abwehrzellen) zu vermehren. Es gibt etliche Arten und "Serotypen", die für die menschliche Gesundheit unterschiedlich gefährlich sind. Legionella pneumophila ist für die Mehrheit der menschlichen Erkrankungen verantwortlich. Besonders gefährdet sind immungeschwächte Menschen wie organtransplantierte Personen, ältere Menschen, chronisch Kranke und Aids-Kranke. Bei einer hinreichend hohen Exposition können sich auch jüngere, immunstarke Personen infizieren .
Die Infektion kann in verschiedenen Ausprägungen in Erscheinung treten:

-- Pontiac-Fieber
Eine Erkrankung mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Muskelschmerzen, Mattheit, Kopfschmerzen, Hautausschläge. Die Inkubationszeit beträgt 24-48 Stunden, die Genesung erfolgt in der Regel innerhalb einer Woche.

-- Legionellose (Legionärs-Krankheit)
Die Inkubationszeit beträgt 2-10 Tage, wobei eine Lungenentzündung im Vordergrund des klinischen Befunds steht. Der Schweregrad der Erkrankung reicht von mildem Husten mit leichtem Fieber bis hin zur beatmungspflichtigen Pneumonie mit Multiorganversagen. Daneben treten die Symptome ähnlich wie einer schweren Grippe mit Fieber bis über 40°C auf.
Der Erfolg einer Antibiotikatherapie hängt von der rechtzeitigen und angemessener Therapie ab. Die europaweite Letalitätsquote der Infizierten lag 1998 bei 13,1%.

Die Übertragung erfolgt i.A. durch Inhalation von Wasser Aerosolen, d.h. über die Lunge. Eine Gefährdung ergibt sich demnach immer dort, wo warmes Wasser mit Hilfe von technischen Anlagen fein verteilt wird.
Im einfachsten Fall werden beim Duschen neben großen auch sehr kleine Tropfen erzeugt. Die kleinsten Tropfen (Aerosole) können zusammen mit der Atemluft bis in die Lungenbläschen gelangen und, sofern diese Legionellen enthalten, eine Infektion auslösen. Viele weitere Quellen gibt es heutzutage, z.B. Whirlpools, Luftbefeuchter, Inhalationsgeräte und Klimaanlagen besonders in Kombination mit Anlagen zur Luftbefeuchtung.
Eine Infektion durch das Trinken von mit Legionellen belastetem Wasser ist bei einem guten Immunsystem praktisch ausgeschlossen. Ebenso ist eine Übertragung von Mensch zu Mensch nicht bekannt.


Maßnahmen

Zu den möglichen Maßnahmen zur Vorbeugung einer Infektion gehört es, sich über das Risiko ein Bild zu machen. Diese schließt eine zuverlässige Laboranalyse, des möglicherweise belasteten (Warm-)Wassers. Daneben spielt auch die Art, der Umfang und die Betriebsweise der Anlage eine Rolle. Nicht zuletzt ist auch das individuelle Risiko aufgrund möglicher Vorerkrankungen durchaus unterschiedlich zu bewerten.
Die von uns durchgeführte Analyse wird gemäß der Vorschrift des Umweltbundesamts aus dem Jahr 2000 durchgeführt. Hierbei werden zwei unabhängige Quantifizierungen (für niedrige und für hohe Keimzahlen) durchgeführt. Die evtl. nötigen Maßnahmen richten sich auch nach der Höhe der möglicherweise festgestellten Belastung.
Große Versorgungsanlagen bieten den Legionellen oftmals bessere Möglichkeiten sich zu vermehren. Das gilt insbesondere, wenn es innerhalb dieser Anlagen tote Stränge oder wenig genutzte Leitungen gibt. Auch die Erniedrigung der Temperatur im Warmwassersystem auf ca. 40°C aus Gründen der Energieeinsparung begünstigt die Keime stark. Alte Installationen mit Sedimenten, Verkrustungen und Ablagerungen bieten den Legionellen ebenfalls eine bessere Basis zur Besiedlung des Systems.
Bekämpft werden können Legionellen durch thermische, chemische- und technische Sanierungsmaßnahmen. Thermische Sanierung bedeutet, dass das gesamte Warmwassersystem d.h. vom Kessel/Boiler bis zur Entnahmestelle auf 65 - 70°C erwärmt werden muss. Die Entnahmestellen werden eine nach der anderen über mindestens 5 Minuten geöffnet. Dabei muss die Temperatur kontrolliert werden, um eine sicheres Abtöten der Legionellen zu gewährleisten. Die Maßnahme muss zudem evtl. Regelmäßig wiederholt werden, da Keime in tieferen Schichten von Ablagerungen und Verkrustungen überleben können. Nachteilig neben den Kosten für die starke Erwärmung des Warmwassers ist dabei die vermehrte Bildung von Ablagerung im System, die Gefahr von Verbrühungen sowie die Möglichkeit, dass "Totstränge" nur unzureichend erfasst werden.
Eine weitere Möglichkeit bieten chemische Desinfektionsmaßnahmen, in erster Linie chlorhaltige. Da Legionellen aber relativ unempfindlich gegen Chlor sind, ist eine recht massive Chlorung erforderlich. Der in Schwimmhallenwasser übliche Gehalt an freiem Chlor genügt nicht um Legionellen abzutöten. Hierzu bedarf es etwa doppelt so hoher Konzentrationen an freiem Chlor (>1,2 mg/l). Der Gehalt an Desinfektionsmittel muss an endständigen Zapfstellen kontrolliert werden. "Totstränge" werden auch durch eine chemische "Sanierung" nur unzureichend erfasst.
Die insgesamt sinnvollste Maßnahme stellt die technische Sanierung dar, insbesondere wenn die beiden ersten Verfahren durch immer wieder kehrenden Legionellenbefall keinen dauerhaften Erfolg zeigen. Hierbei ist das Versorgungsnetz hinsichtlich Auslegung und Konstruktion dem Stand der Technik anzupassen. Das Leitungsnetz muss kurz, übersichtlich, ohne "Totleitungen" und regelmäßig gewartet sein. Ebenfalls ist auf eine klare Isolation von Kalt- und Warmwassersystemen zu achten, da sich ansonsten die gleichen Probleme des Warmwassersytems auch für das Kaltwassersystem ergeben.


Fazit

Die Untersuchung auf Legionellen stellt bei allen technischen Anlagen, bei denen es zu einer feinen Verteilung von erwärmtem Wasser (20-60°C) kommt oder kommen kann eine sinnvolle Maßnahme zur gesundheitlichen Vorsorge dar. Besonders gefährdet sind ältere und Immungeschwächte Personen. Werden Legionellen festgestellt ist i.A. eine Inspektion der Installationen bzw. technischen Anlagen erforderlich um die Art und den Umfang von Sanierungsmaßnahmen abklären zu können. Je nach Versorgungsanlage sind regelmäßige Kontrollen anzuraten oder sogar vorgeschrieben.


Was sind Legionellen?

Legionellen stellen eine Gruppe von Bakterien dar, die natürlicherweise in sehr vielen Süßwassersystemen vorkommen und dort im allgemeinen keine Probleme verursachen.
Bedeutsam sind die Keime hinsichtlich zweier Aspekte, nämlich dem Wunsch der modernen Menschen nach mehr Komfort und der steigenden Anzahl von Menschen, die anfällig sind für opportunistische Infektionen.

Vorkommen

Legionellen kommen überall in der Natur in geringen Konzentrationen vor. Sie leben in natürlichen und künstlichen Feuchtzonen: Fließgewässer, stehendes Wasser, Abwasser, Thermalwässer, Leitungen von Trinkwasser, Wasserhähnen, Duschköpfen, Kühleinrichtungen, Verdampfergeräten, Luftbefeuchtern, Whirlpools, Badebecken, Schwimmhallen, Boilern, etc.
Die Besonderheit der Bakterien liegt in ihrer Fähigkeit höheren Temperaturen zu widerstehen, bzw. sich gerade bei hohen Temperaturen, bis ca. 60°C, optimal zu vermehren. Hieraus ergibt sich ein Selektionsvorteil, der beim Fehlen einer sonst üblichen Bakterienbesiedlung zu einer starken Vermehrung der Keime führen kann, bei der ein Gesundheitsrisiko nicht mehr auszuschließen ist.
Besonders größere und verzweigte Warmwasser-Versorgungsanlagen, z.B. in Krankenhäusern, Altenheimen und Mietshäusern können befallen sein aber auch Einfamilienhäuser mit zentraler Wasserversorgung, besonders bei älteren Installationen.

Gesundheitliche Gefahren

Legionellen sind in der Lage, sich in Einzellern, Protozoen, z.B. Amöben und menschlichen Makrophagen (Abwehrzellen) zu vermehren. Es gibt etliche Arten und "Serotypen", die für die menschliche Gesundheit unterschiedlich gefährlich sind. Legionella pneumophila ist für die Mehrheit der menschlichen Erkrankungen verantwortlich. Besonders gefährdet sind immungeschwächte Menschen, wie organtransplantierte Personen, ältere Menschen, chronisch Kranke und Aids-Kranke. Bei einer hinreichend hohen Exposition können sich auch jüngere, immunstarke Personen infizieren.

Die Infektion kann in verschiedenen Ausprägungen in Erscheinung treten:

Pontiac-Fieber
Eine Erkrankung mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Muskelschmerzen, Mattheit, Kopfschmerzen, Hautausschläge. Die Inkubationszeit beträgt 24-48 Stunden, die Genesung erfolgt in der Regel innerhalb einer Woche.

Legionellose (Legionärs-Krankheit)
Die Inkubationszeit beträgt 2-10Tage, wobei eine Lungenentzündung im Vordergrund des klinischen Befunds steht. Der Schweregrad der Erkrankung reicht von mildem Husten mit leichtem Fieber, bis hin zur beatmungspflichtigen Pneumonie, mit Multiorganversagen. Daneben treten die Symptome, ähnlich wie bei einer schweren Grippe mit Fieber bis über 40°C, auf.
Der Erfolg einer Antibiotikatherapie hängt von der rechtzeitigen und angemessener Therapie ab. Die europaweite Letalitätsquote der Infizierten lag 1998 bei 13,1%.

Die Übertragung erfolgt in der Regel durch Inhalation von Wasser-Aerosolen, d.h. über die Lunge. Eine Gefährdung ergibt sich demnach immer dort, wo warmes Wasser mit Hilfe von technischen Anlagen fein verteilt wird.
Im einfachsten Fall werden beim Duschen neben großen, auch sehr kleine Tropfen erzeugt. Die kleinsten Tropfen (Aerosole) können zusammen mit der Atemluft bis in die Lungenbläschen gelangen und sofern diese Legionellen enthalten, eine Infektion auslösen. Viele weitere Quellen gibt es heutzutage, z.B. Whirlpools, Luftbefeuchter, Inhalationsgeräte und Klimaanlagen besonders in Kombination mit Anlagen zur Luftbefeuchtung.
Eine Infektion durch das Trinken, von mit Legionellen belastetem Wasser, ist bei einem guten Immunsystem praktisch ausgeschlossen. Ebenso ist eine Übertragung von Mensch zu Mensch nicht bekannt.

Bei unserem Legionellentest prüfen wir eine Wasserprobe auf das Vorhandensein von Legionellen. Die Untersuchung führen wir nach der Empfehlung des Umweltbundesamts (Nachweis von Legionellen in Trinkwasser und Badebeckenwasser) durch, veröffentlicht im Bundesgesundheitsblatt 2000-43:911-915.
Maßnahmen

Zu den möglichen Maßnahmen, zur Vorbeugung einer Infektion, gehört es, sich über das Risiko ein Bild zu machen. Diese schließt eine zuverlässige Laboranalyse, des möglicherweise belasteten (Warm-)Wassers. Daneben spielt auch die Art, der Umfang und die Betriebsweise der Anlage eine Rolle. Nicht zuletzt ist auch das individuelle Risiko, aufgrund möglicher Vorerkrankungen, durchaus unterschiedlich zu bewerten.

Die von uns durchgeführte Analyse wird gemäß der Vorschrift des Umweltbundesamts aus dem Jahr 2000 durchgeführt. Hierbei werden zwei unabhängige Quantifizierungen (für niedrige und für hohe Keimzahlen) durchgeführt. Die evtl. nötigen Maßnahmen richten sich auch nach der Höhe der möglicherweise festgestellten Belastung.
Große Versorgungsanlagen bieten den Legionellen oftmals bessere Möglichkeiten sich zu vermehren. Das gilt insbesondere, wenn es innerhalb dieser Anlagen tote Stränge oder wenig genutzte Leitungen gibt. Auch die Erniedrigung der Temperatur im Warmwassersystem auf ca. 40°C ,aus Gründen der Energieeinsparung, begünstigt die Keime stark. Alte Installationen mit Sedimenten, Verkrustungen und Ablagerungen bieten den Legionellen ebenfalls eine bessere Basis zur Besiedlung des Systems.

Bekämpft werden können Legionellen durch thermische, chemische und technische Sanierungsmaßnahmen.
Thermische Sanierung bedeutet, dass das gesamte Warmwassersystem d.h. vom Kessel/Boiler bis zur Entnahmestelle auf 65 - 70°C erwärmt werden muss. Die Entnahmestellen werden eine nach der anderen, über mindestens 5 Minuten, geöffnet. Dabei muss die Temperatur kontrolliert werden, um eine sicheres Abtöten der Legionellen zu gewährleisten. Die Maßnahme muss zudem evtl. Regelmäßig wiederholt werden, da Keime in tieferen Schichten von Ablagerungen und Verkrustungen überleben können.
Nachteilig neben den Kosten für die starke Erwärmung des Warmwassers ist dabei die vermehrte Bildung von Ablagerung im System, die Gefahr von Verbrühungen sowie die Möglichkeit, dass "Totstränge" nur unzureichend erfasst werden.

Eine weitere Möglichkeit bieten chemische Desinfektionsmaßnahmen, in erster Linie chlorhaltige. Da Legionellen aber relativ unempfindlich gegen Chlor sind, ist eine recht massive Chlorung erforderlich. Der in Schwimmhallenwasser übliche Gehalt an freiem Chlor genügt nicht um Legionellen abzutöten. Hierzu bedarf es etwa doppelt so hoher Konzentrationen an freiem Chlor (>1,2 mg/l). Der Gehalt an Desinfektionsmittel muss an endständigen Zapfstellen kontrolliert werden. "Totstränge" werden auch durch eine chemische "Sanierung" nur unzureichend erfasst.

Die insgesamt sinnvollste Maßnahme stellt die technische Sanierung dar, insbesondere wenn die beiden ersten Verfahren durch immer wiederkehrenden Legionellenbefall keinen dauerhaften Erfolg zeigen. Hierbei ist das Versorgungsnetz hinsichtlich Auslegung und Konstruktion dem Stand der Technik anzupassen. Das Leitungsnetz muss kurz, übersichtlich, ohne "Totleitungen" und regelmäßig gewartet sein. Ebenfalls ist auf eine klare Isolation von Kalt- und Warmwassersystemen zu achten, da sich ansonsten die gleichen Probleme des Warmwassersytems auch für das Kaltwassersystem ergeben.
Fazit

Die Untersuchung auf Legionellen stellt bei allen technischen Anlagen, bei denen es zu einer feinen Verteilung von erwärmtem Wasser (20-60°C) kommt oder kommen kann, eine sinnvolle Maßnahme zur gesundheitlichen Vorsorge dar. Besonders gefährdet sind ältere und Immungeschwächte Personen. Werden Legionellen festgestellt, ist in der Regel eine Inspektion der Installationen bzw. technischen Anlagen erforderlich, um die Art und den Umfang von Sanierungsmaßnahmen abklären zu können. Je nach Versorgungsanlage sind regelmäßige Kontrollen anzuraten oder sogar vorgeschrieben.
So wird der Legionellen-Test durchgeführt?

Schritt 1:
Im Topfit24-Onlineshop erhalten Sie alle notwendigen Utensilien, die Sie für die Testdurchführung brauchen:

- Erfassungsbogen
- Gebrauchsanweisung
- Probegefäß

Schritt 2:
Wasserprobe laut Gebrauchsanweisung nehmen.

Schritt 3:
Das gefüllte Probegefäß schicken Sie in der beiliegenden etikettierten Rücksendekartonage an unser Labor.

Schritt 4:
Das Analyse-Ergebnis erhalten Sie nach kurzer Zeit.


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